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ECB Governing Council Press Conference - 11 June 2026
VIDEOAUSSCHNITTE ZUR ZINSENTSCHEIDUNG/-PROGNOSE 17:27 I Welche anderen Optionen hat man besprochen, vielleicht eine höhere Zinsanhebung UND wie geht es weiter, welche Schritten können wir uns erwarten? 23:07 I Wie betrachtet die EZB die Dienstleistungspreiserhöhungen von 3% auf 3,5% - sieht sie hier schon mögliche Zweitrundeneffekte? Welche qualitativen Szenarien sieht die EZB für die weiteren Perioden aufgrund des /ausgehend vom Iran-Krieg(es)? 29:00 I Im Vorfeld haben Ökonomen von einer Zinserhöhung gewarnt - zu früh Zinsen zu erhöhen wie 2011 mit negativen Effekt auf Wachstum; sie sieht das die EZB? 36:00 I Lagarde sagte, es ist kein Vorausdenkender-/Sicherheits-Zinsschritt, was ist es dann? Der Start eines Zinserhöhungszyklus?
Ecb_032026
PRESSEKONFERENZ_11062026
Der Krieg im Nahen Osten belastet jedoch die Wirtschaftstätigkeit. Umfragen deuten insbesondere im Dienstleistungssektor auf eine Verlangsamung hin
Die Arbeitslosenquote betrug im April 6,3 % und liegt weiterhin nahe ihrem historischen Tiefstand.
Konsum dürfte der wichtigste Wachstumstreiber bleiben
Die höheren Staatsausgaben für Verteidigung und Infrastruktur dürften den öffentlichen Investitionen weiterhin zugutekommen
Reformen, die darauf abzielen, das Wachstumspotenzial des Euroraums zu erhöhen und die Energiewende zu beschleunigen, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, sind wichtiger denn je.
Die Teuerungsrate für Energie erhöhte sich leicht auf 10,9 %, nachdem sie im April bei 10,8 % gelegen hatte.
Andere Vorleistungen werden für Unternehmen jedoch teurer, weshalb diese davon ausgehen, dass sie ihre Verkaufspreise erhöhen werden.
Der EZB-Indikator für die Lohnentwicklung (Wage Tracker) und Umfragen zu den Lohnerwartungen deuten weiterhin darauf hin, dass das Lohnwachstum im Jahresverlauf nachlassen dürfte.
Durch den Anstieg der Energiepreise wird sich die Inflation im Laufe des Sommers weiter erhöhen und bis in die erste Jahreshälfte 2027 deutlich über dem Zielwert halten.
In der zweiten Jahreshälfte 2027 sollte die Inflation, gestützt durch fallende Energiepreise und eine langsamere Erhöhung anderer Preise, wieder zum Zielwert zurückkehren.
Je länger die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie die allgemeine Inflation durch indirekte Auswirkungen und Zweitrundeneffekte in die Höhe treiben.
Die Risiken für die Wachstumsaussichten sind abwärtsgerichtet. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf den Krieg im Nahen Osten, der das volatile weltweite Politikumfeld verschärft.
Das Wachstum könnte hingegen höher ausfallen, wenn sich die Wirtschaft und die Energiemärkte schneller als erwartet an die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Störungen anpassten oder wenn der Krieg rasch und nachhaltig beigelegt würde.
Die Risiken für die Inflationsaussichten sind aufwärtsgerichtet.
Dies könnte verstärkt werden und länger anhalten, wenn sich die höheren Energiepreise stärker als erwartet auf andere Preise und die Löhne auswirkten, wenn in der Folge die längerfristigen Inflationserwartungen anstiegen oder wenn es zu breiter angelegten Störungen der globalen Lieferketten käme.
Die Kosten der marktbasierten Fremdfinanzierung stiegen von 3,9 % im März auf 4,0 % im April. Die Zinsen für Bankkredite an Unternehmen und die Zinsen für Immobilienkredite lagen im April unverändert bei 3,6 % bzw. 3,4 %.
Das jährliche Wachstum der Bankkreditvergabe an Unternehmen erhöhte sich von 3,2 % im März auf 3,4 % im April.
Die Vergabe von Immobilienkrediten nahm im April erneut um 3,0 % zu.
Geldpolitische Beschlüsse_11062026
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