What to expect from central banking’s big get-together
Archie Hall Acting economics editor There are at least two Jackson Holes, maybe three or four. To Wyomingites, and the billionaires who own ranches there, Jackson is a mountain town, complete with gorgeous views and eye-popping real estate to match. To economists, Jackson Hole really is something else entirely: the Federal Reserve Bank of Kansas City’s annual late-summer get-together, which just happens to take place among those mountains. The lore of the Federal Reserve has it that the venue was first chosen in order to entice Paul Volcker, then the Fed’s chairman and an avid fly-fisher, to attend. The rivers nearby are chock-full of trout.
Outwardly, the event is an informal academic conference. Working papers are circulated in advance. This year’s theme is worthy, if rather dry: “Financial Innovation: Implications for Payments and Policy”. That’s not quite enough to set even geeky hearts racing. Nor is it really what draws a who’s who of central bankers and the world’s financial press. Nor is it the “organised fun” around the conference, though I am looking forward to trying to spot some bald eagles with macroeconomists.
I probably shouldn’t speak too assuredly, since this is my first Jackson Hole and I’m writing this newsletter on the flight over. But my sense, as someone who’s watched plenty of Jackson Holes from afar, is that what really makes the event matter is the opportunity it offers for central banking to look at itself, take stock and potentially reset. Speeches made at Jackson Hole by Jerome Powell, the Fed’s chair until May, were often market-moving events. He received a standing ovation at his valedictory speech last year, soon after Donald Trump tried to sack Lisa Cook, a Fed governor.
Now Kevin Warsh, Mr Powell’s successor, has a bit of a clean-up job to do. Since taking charge, he has sent markets into a tizzy with a tight-lipped and at times contradictory communication style (see chart). And Mr Warsh’s counterpart at the Treasury, Scott Bessent, has spent the past fortnight making his job even more difficult. Mr Bessent shocked markets last week by announcing plans to increase buy-backs of long-dated Treasury bonds in a bid to lower yields. That sort of overt market interference is a no-no at the best of times, and especially remarkable just ten weeks out from the midterm elections. (I’ve written a leader and a supporting article laying that all in more detail.) It puts Mr Warsh, who has made a career decrying central banks for intervening too much in bond markets, in a tough spot.
How Mr Warsh handles the moment, and whether he manages to talk sceptics back on side, could define his early tenure. At his most recent press conference, he said he wanted to use his Jackson Hole speech to “frame the big questions”. Take a look at The Economist’s website tomorrow, or listen to next week’s Money Talks podcast, for our view on how well he manages to do so.
Zusammenfassung:
Russland schwächt seine Währung, den Rubel, absichtlich ab, indem das Finanzministerium die täglichen Käufe von Devisen und Gold erhöht.
Der Hauptgrund für diese Maßnahme ist, dass ein starker Rubel den Bundeshaushalt belastet, da die in Dollar generierten Einnahmen aus Öl- und Gasexporten in Rubel geringer ausfallen als erwartet.
Trotz höherer Ölpreise lagen die Öl- und Gaseinnahmen im ersten Halbjahr 23 % unter dem Vorjahreswert, was zu einem Defizit von 5,7 Billionen Rubel (2,5 % des jährlichen BIP) führte.
Neben der Währungsschwächung sucht die Regierung nach alternativen Finanzierungsquellen, wie der Erhöhung der Kreditaufnahme und "freiwilligen" Beiträgen von Geschäftsleuten zur Finanzierung des Bundeshaushalts und des Krieges.
Obwohl ein schwächerer Rubel kurzfristig den Haushalt entlasten kann, birgt er langfristige Nachteile wie höhere Inflation (bereits bei 6 % im Juni), teurere Importe und sinkende Realeinkommen der Haushalte.
Zusammenfassung:
Scott Bessent, der US-Finanzminister, versucht aktiv, die Renditen von US-Staatsanleihen zu senken, indem er Rückkäufe von langfristigen Staatsanleihen in Milliardenhöhe plant. Sein Ziel ist es, die Zinsen zu beeinflussen, was normalerweise nicht die Rolle des Finanzministeriums ist und als ungewöhnlich interventionistisch gilt.
Diese Maßnahmen finden in einem Kontext global steigender Anleiherenditen statt, die durch hohe Inflation, geopolitische Konflikte (USA/Israel gegen Iran) und private Kreditaufnahme für KI-Rechenzentren angetrieben werden. Besonders besorgniserregend ist das hohe US-Haushaltsdefizit von 6 % des BIP, wobei über die Hälfte der Ausgaben für Zinszahlungen auf Altschulden entfällt, was einen Teufelskreis steigender Renditen und Defizite schaffen könnte.
Bessents Vorgehen ist umstritten und stößt auf Kritik, unter anderem von seinem ehemaligen Chef Stanley Druckenmiller. Auch die US-Notenbank (Fed), deren neuer Vorsitzender Kevin Warsh Bessents Eingriffe ablehnt, verfolgt eine straffere Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung, was zu einem potenziellen Tauziehen zwischen Finanzministerium und Fed führen könnte.
Die Maßnahmen werden als dreiste Politisierung des US-Staatsanleihenmarktes im Vorfeld der Zwischenwahlen interpretiert, um die "Bezahlbarkeit" für die Wähler zu verbessern. Bessent, der früher seine Vorgängerin Janet Yellen für ähnliche interventionistische Praktiken kritisierte, geht nun noch einen Schritt weiter.
Langfristig könnten Bessents Eingriffe wenig bewirken und stattdessen die Skepsis der Anleger gegenüber amerikanischen Vermögenswerten erhöhen, was sich bereits im Fall des Dollars und Goldpreises zeigt. Es besteht die Gefahr, dass der US-Anleihenmarkt als stabiler Ort, frei von politischer Intervention und Finanzrepression, an Glaubwürdigkeit verliert.
Zusammenfassung:
Konträre Fiskalpolitik: Entgegen den Empfehlungen, die Fiskalpolitik zur Ankurbelung der schwachen Binnennachfrage zu lockern, verschärft China seine Sparmaßnahmen und erhöhte im Juli 2026 die Steuereinnahmen um über 13 Prozent, während sich das Haushaltsdefizit verringerte.
Ausweitung der Steuerbasis und Offshore-Besteuerung: China reformiert sein Steuersystem, um Einnahmen zu steigern, indem es verstärkt Offshore-Vermögen (z.B. Einkünfte aus Hongkong-Versicherungen, Aktienhandel und Offshore-Trusts) ins Visier nimmt und hierfür internationale Informationsaustauschstandards nutzt.
Rückforderungen und Abbau von Steuervergünstigungen: Der Staat fordert verstärkt Steuernachzahlungen von börsennotierten Unternehmen ein und schafft Steuervergünstigungen und Mehrwertsteuerrückerstattungen für Exporte in Sektoren wie Hochenergiebatterien, Solarzellen und Industrieglas ab, um Einnahmen zu generieren und Überkapazitäten abzubauen.
Mikroökonomisch sinnvoll, makroökonomisch unpassend: Viele der Steueranpassungen, wie "Sündensteuern" oder eine breitere Steuerbasis, sind aus mikroökonomischer Sicht sinnvoll, erfolgen jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da die Wirtschaft nach dem Einbruch des Immobilienmarktes dringend ein mutiges Konjunkturprogramm benötigen würde.
Regierungsmotivation und -strategie: Die chinesische Regierung ist besorgt über sinkende Einnahmen und zukünftige finanzielle Verpflichtungen durch die alternde Bevölkerung. Anstatt auf Konjunkturprogramme zu setzen, verlässt sie sich auf ein modernisiertes Steuersystem und die Resilienz der armen Landbevölkerung, um die Wirtschaft im Gleichgewicht zu halten.
Zusammenfassung:
Chinas Fortschritt im KI-Wettlauf: Chinesische KI-Modelle holen schnell zu den US-Modellen auf und werden immer leistungsfähiger.
Infrastrukturvorteile Chinas: China nutzt seine teilplanwirtschaftliche Struktur, um Rechenzentrumskapazitäten schnell auszubauen und verfügt über eine dreifach höhere Stromerzeugungskapazität als die USA. Es lernt zudem, mit Sanktionen umzugehen, indem es Chips schmuggelt oder mietet.
Technologische Engpässe: Trotz des Fortschritts hinkt China bei der Herstellung hochmoderner Chips (z.B. mit extremem UV-Licht) hinterher und ist weiterhin von ausländischen Technologien abhängig.
Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen der KI-Einführung: China treibt die KI- und Robotereinführung massiv voran, um Produktivität zu steigern und dem demografischen Rückgang entgegenzuwirken. Dies führt jedoch zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten, insbesondere in konsumnahen und gewerblichen Berufen, was die bestehende hohe Jugendarbeitslosigkeit verschärft und soziale Unzufriedenheit riskieren könnte.
Politisches Dilemma der Kommunistischen Partei: Die Partei fürchtet soziale Instabilität durch den Arbeitsplatzabbau. Ihre Optionen zur Abmilderung (Umschulung, Sozialleistungen, Zwangsaufnahme von Arbeitskräften) sind begrenzt und/oder widersprechen ihrer Ideologie oder dem Wirtschaftswachstum. Dies könnte zu unberechenbaren staatlichen Eingriffen führen, die die KI-Entwicklung wiederum beeinträchtigen könnten.
Zusammenfassung:
Chinas rasanter Aufholprozess: China holt im KI-Wettlauf mit den USA rapide auf und liegt in Bezug auf Nutzung und Kosten sogar vorn, was bei US-Firmen wie OpenAI und Anthropic Bedenken auslöst.
Kostenvorteil chinesischer Modelle: Chinesische KI-Modelle wie Moonshots Kimi K3 erreichen die Leistungsfähigkeit der fortschrittlichsten US-Modelle zu einem Bruchteil der Kosten, was sie für Entwickler und Unternehmen unwiderstehlich macht.
Wachsende Marktanteile und Akzeptanz: Chinesische KI-Modelle haben die US-Konkurrenten auf Plattformen wie OpenRouter überholt und stellen den größten Anteil der Downloads generativer Modelle auf Hugging Face dar. Auch US-Unternehmen nutzen zunehmend chinesische Modelle.
Open-Weight-Strategie als Erfolgsfaktor: Viele chinesische KI-Labore setzen auf Open-Source-Software und Open-Weight-Modelle, die Anpassung, Download und Hosting auf ausländischen Cloud-Diensten ermöglichen. Dies räumt Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit aus und fördert die globale Akzeptanz.
US-Unternehmen wechseln zu chinesischer KI: Angesichts explodierender Kosten wechseln US-Unternehmen wie Polsia zu chinesischen KI-Modellen, um Ausgaben erheblich zu senken, obwohl sie manchmal ethische Bedenken oder kleinere Fehler berichten.
Chinesische Investitionen und Infrastrukturvorteile: China investiert massiv in Rechenzentren und erneuerbare Energien, um seine Chipindustrie zu stärken und günstige, saubere Energie für KI-Operationen bereitzustellen. Gleichzeitig haben die USA mit Energieengpässen und steigenden Stromkosten zu kämpfen.
US-Bedenken vs. wirtschaftliche Notwendigkeit: In den USA wachsen die Bedenken hinsichtlich nationaler Sicherheit, IP-Diebstahl und politischer Ausrichtung chinesischer KI, was zu Überlegungen über Sanktionen führt. Gleichzeitig lehnen viele US-Unternehmen ein Verbot ab, da dies ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen würde.
Dynamischer und intensiver Wettbewerb: Der Wettbewerb um KI-Führerschaft ist extrem dynamisch, und es ist unwahrscheinlich, dass ein einzelnes Labor lange die Führung behalten kann. Die USA stehen vor dem Dilemma, nationale Sicherheit mit der Notwendigkeit kostengünstiger KI für ihre Wirtschaft in Einklang zu bringen.