Zusammenfassung:
Kontinuität der Probleme für den neuen Fed-Vorsitzenden: Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Notenbank, kämpft mit denselben Problemen wie sein Vorgänger Jerome Powell, darunter hohe Inflation, schwache Arbeitsmarktzahlen und politische Einmischung, was seine Hoffnungen auf ein "neues Kapitel" zunichtemacht.
Anhaltend hohe Inflation: Die Inflation liegt mit 3,4 % über dem Zielwert von 2 %, wobei auch die Kernpreise für Güter aufgrund von Zöllen ansteigen. Dies führt dazu, dass einige Währungshüter gegen weitere Zinserhöhungen sind.
Schwächender Arbeitsmarkt: Die USA verzeichneten im Juli einen Verlust von 23.000 Arbeitsplätzen, und frühere Arbeitsplatzzuwächse wurden nach unten korrigiert, was auf eine sich abschwächende Wirtschaft hindeutet, die niedrigere Zinsen benötigen könnte.
Andauernde Einmischung des Präsidenten: Präsident Trump setzt seine Versuche fort, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, obwohl der Oberste Gerichtshof seinen vorherigen Versuch blockiert hatte. Dies gefährdet die Unabhängigkeit der Federal Reserve.
Politische Zwickmühle für die Fed: Die Federal Reserve steht vor dem Dilemma, mit hoher Inflation (die Zinserhöhungen nahelegt) und einem schwachen Arbeitsmarkt (der Zinssenkungen erfordert) umzugehen, während Präsident Trump weiterhin öffentlich Zinssenkungen fordert und damit Druck auf die Zentralbank ausübt.
Zusammenfassung:
Chinas Aufstieg zur globalen Ölmacht: China hat sich zur weltweit größten Ölmacht entwickelt und wird als "neue OPEC" bezeichnet. Es ist in der Lage, die globalen Ölpreise maßgeblich zu beeinflussen, indem es seine Nachfrage steuert, ähnlich wie die traditionelle OPEC die Förderung kontrolliert.
Erfolgreiche Marktstabilisierung während des Iran-Krieges: Während des Iran-Krieges halbierte China seine Rohölimporte zwischen Februar und Juni um 5,5 Millionen Barrel pro Tag. Dies trug entscheidend dazu bei, einen prognostizierten Preis von 150 US-Dollar pro Barrel zu verhindern und senkte den Brent-Preis um mindestens 30 US-Dollar pro Barrel.
Drei Hebel zur Steuerung der Ölnachfrage: China nutzt hauptsächlich drei Mechanismen:
Nationale Erdölreserven: Aufbauen bei niedrigen Preisen und Abbauen bei Engpässen.
Exportkontrollen für Raffinerieprodukte: Reduzierung der Exporte, um den Inlandsverbrauch zu decken und Rohöleinfuhren zu senken.
Dämpfung der Inlandsnachfrage: Förderung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Elektrofahrzeugen, Verschiebung von Infrastrukturprojekten und Anpassungen in der Petrochemie.
Wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Chinas: Trotz der drastischen Reduzierung der Importe und des Konsums lief Chinas Wirtschaft weiterhin gut. Jahrelange Investitionen in erneuerbare Energien, grünen Verkehr und vorhandene Überkapazitäten ermöglichten es dem Land, den Schock abzufedern, ohne dass die Erzeuger- oder Verbraucherpreise sprunghaft anstiegen.
Verschiebung der globalen Machtbalance: Chinas Fähigkeit, den globalen Ölmarkt über Monate hinweg eigenständig zu stabilisieren, zeigt eine Verschiebung der Machtverhältnisse weg von traditionellen Ölproduzenten und Kartellen wie der OPEC, die intern zunehmend zerstritten sind und nicht so schnell handeln können.