Zusammenfassung:
Globale LNG-Knappheit als Auslöser: Die Unterbrechung der Flüssigerdgas-Lieferungen aus dem Golf, verursacht durch einen Angriff auf den Iran, hat weltweit zu einer akuten Energieknappheit geführt, die Länder zwingt, nach Alternativen zu suchen.
Kohle erlebt ein Comeback: Als direkte Folge der LNG-Knappheit wird Kohle, der schmutzigste Brennstoff, wieder vermehrt eingesetzt. Länder wie Japan und Südkorea heben Beschränkungen für ältere Kohlekraftwerke auf, und Bangladesch importiert mehr Kohle, was zu einem Preisanstieg von 25 % bei australischer Kohle geführt hat.
Asien als Epizentrum der Krise und Anpassung: Die aktuelle Energiekrise trifft Asien am härtesten. Im Gegensatz zu Europa in früheren Krisen verfügen Länder wie China und Indien über eigene große Kohleminen und stillgelegte Kohlekraftwerke, die schnell reaktiviert werden können, um den LNG-Engpass auszugleichen.
Mäßigere Preisreaktion durch Marktstruktur: Trotz des Wiederauflebens der Kohle ist der Preisanstieg nicht so dramatisch wie bei früheren Gaskrisen, da nur 17 % der weltweit geförderten Kohle grenzüberschreitend gehandelt werden und große asiatische Importeure über heimische Fördermöglichkeiten verfügen.
Kohle als Übergangslösung: Obwohl langfristig günstige und saubere erneuerbare Energien die dominante Rolle spielen sollen, wird Kohle als wichtige Energiequelle fungieren, solange die LNG-Lieferungen aus dem Golf unterbrochen bleiben, und der Kohlemarkt wird sich voraussichtlich weiter aufheizen.