UKRAINE/RUSSLAND KRIEG

KEYTOPIC#1 - Why is Russia deliberately weakening its currency? (26.08.2026)
KEYTOPIC#1 - Why is Russia deliberately weakening its currency? (26.08.2026)

Zusammenfassung:

  • Russland schwächt seine Währung, den Rubel, absichtlich ab, indem das Finanzministerium die täglichen Käufe von Devisen und Gold erhöht.

  • Der Hauptgrund für diese Maßnahme ist, dass ein starker Rubel den Bundeshaushalt belastet, da die in Dollar generierten Einnahmen aus Öl- und Gasexporten in Rubel geringer ausfallen als erwartet.

  • Trotz höherer Ölpreise lagen die Öl- und Gaseinnahmen im ersten Halbjahr 23 % unter dem Vorjahreswert, was zu einem Defizit von 5,7 Billionen Rubel (2,5 % des jährlichen BIP) führte.

  • Neben der Währungsschwächung sucht die Regierung nach alternativen Finanzierungsquellen, wie der Erhöhung der Kreditaufnahme und "freiwilligen" Beiträgen von Geschäftsleuten zur Finanzierung des Bundeshaushalts und des Krieges.

  • Obwohl ein schwächerer Rubel kurzfristig den Haushalt entlasten kann, birgt er langfristige Nachteile wie höhere Inflation (bereits bei 6 % im Juni), teurere Importe und sinkende Realeinkommen der Haushalte.

The rouble duly slid, from around 80 to the dollar in early August to 85 by the middle of the month, its lowest level since March (see chart).
·economist.com·
KEYTOPIC#1 - Why is Russia deliberately weakening its currency? (26.08.2026)
KEYTOPIC#2 - Russia’s war economy has problems—but is not about to crash (22.06.2026)
KEYTOPIC#2 - Russia’s war economy has problems—but is not about to crash (22.06.2026)

Zusammenfassung:

  • Russlands Kriegswirtschaft hat zwar Probleme und zeigt Anzeichen struktureller Erschöpfung, steht aber nicht kurz vor dem Zusammenbruch und Wladimir Putin ist nach wie vor in der Lage, seine Aggressionen zu finanzieren.

  • Russland hat westliche Sanktionen erfolgreich umgangen, indem es den Handel mit Ländern wie China und Indien ausgebaut und beträchtliche Finanzreserven in Streitkräfte, Infrastruktur und Sozialleistungen investiert hat.

  • Trotz einiger ungenauer offizieller Statistiken, die einen Rückgang andeuten, und gesunkenem Verbrauchervertrauen, weisen präzisere Indikatoren auf ein schleppendes Wachstum, aber keinen Einbruch hin. Die Arbeitslosenquote bleibt niedrig und die Reallöhne steigen weiter.

  • Die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft ist maßgeblich auf massive Konjunkturprogramme zurückzuführen, insbesondere hohe Militärausgaben (7–8 % des BIP). Russland kann Finanzierungslücken durch Steuererhöhungen, Rücklagen oder inländischen Kredite decken.

  • Russland kann in diesem Jahr mit einem BIP-Wachstum von etwa 1 % rechnen, vergleichbar mit dem einiger westlicher Länder. Es wären deutlich radikalere Maßnahmen als die bisherigen Sanktionen erforderlich, um Putins Kriegswirtschaft zum Stillstand zu bringen.

A potentially cleaner gauge of economic activity, produced by Goldman Sachs, is consistent with sluggish growth but no slump (see chart 1).
Consumer confidence has slipped, according to a measure tracked by the Levada Centre, an independent pollster. But that was from close to an all-time high (see chart 2).
·economist.com·
KEYTOPIC#2 - Russia’s war economy has problems—but is not about to crash (22.06.2026)
KEYTOPIC#3 - Vladimir Putin is caught in a vice of his own making (19.02.2026)
KEYTOPIC#3 - Vladimir Putin is caught in a vice of his own making (19.02.2026)

Zusammenfassung:

  • Putins Dilemma: Wladimir Putin steckt in einer selbstverschuldeten Zwickmühle; er kann den Krieg in der Ukraine nicht gewinnen, fürchtet aber den Frieden, da dieser wirtschaftliche und politische Instabilität in Russland auslösen könnte und seine Pläne, als großer Zar in die Geschichte einzugehen, zunichtemachen würde.

  • Stagnation auf dem Schlachtfeld: Nach vier Jahren hat Russland kaum Fortschritte gemacht; die Streitkräfte sind nicht in der Lage, die ukrainischen Linien zu durchbrechen, leiden unter schlechter Ausbildung, niedriger Moral und hohen Deserteursraten, während Technologien wie Drohnen und Starlink die russische Kriegsführung zusätzlich erschweren.

  • Hohe Kosten und wirtschaftlicher Druck: Die Rekrutierung von Soldaten ist extrem teuer (durchschnittlich 2,43 Millionen Rubel pro Antrittsbonus), und die jährlichen Militärausgaben von 5,1 Billionen Rubel belasten 90 % des Bundeshaushaltsdefizits, während die russische Wirtschaft schrumpft und die Aussichten für Öleinnahmen düster sind.

  • Friedensverhandlungen führen in die Irre: Die aktuellen Friedensgespräche werden als unwirksam angesehen, da sie Russland wahrscheinlich nicht die Gebiete verschaffen, die es für einen Sieg benötigt, und auch keine Friedensdividende von 12 Billionen Dollar realistisch erscheint; zudem könnte die Aufgabe der am besten verteidigten Stellungen eine strategische Katastrophe für die Ukraine bedeuten.

  • Innenpolitische Risiken des Friedens: Ein Friedensabkommen könnte eine tiefe Rezession in Russland auslösen, da Ressourcen vom Krieg in den Frieden umgeleitet werden müssten und neue Investoren abgeschreckt würden. Verärgerte Veteranen könnten das Regime destabilisieren und kritische Fragen nach dem verlorenen Feldzug, der Verschwendung von Menschenleben und Ressourcen sowie der Abhängigkeit von China könnten Putins Macht gefährden.

·economist.com·
KEYTOPIC#3 - Vladimir Putin is caught in a vice of his own making (19.02.2026)
KEYTOPIC#4- Russian Firms Scramble for State Aid From Budget Strained by War (11.02.2026)
KEYTOPIC#4- Russian Firms Scramble for State Aid From Budget Strained by War (11.02.2026)

Zusammenfassung:

  1. Eine wachsende Zahl russischer Unternehmen beantragt aufgrund sinkender Gewinne und hoher Kreditkosten staatliche Hilfen und Steuererleichterungen.

  2. Das Verkehrsministerium plant, 65 Milliarden Rubel an Unterstützung für die russische Eisenbahn zu sichern, während die Samolet-Gruppe staatliche Hilfen in Höhe von 50 Milliarden Rubel beantragt hat.

  3. Die russische Regierung steht vor einem wachsenden Haushaltsdefizit und begrenztem Handlungsspielraum, da die liquiden Reserven des Staatsfonds sich einer kritischen Untergrenze für die Finanzstabilität nähern.

·bloomberg.com·
KEYTOPIC#4- Russian Firms Scramble for State Aid From Budget Strained by War (11.02.2026)
Russia's Biggest Banks Have Discussed Seeking Bailouts Within Next Year (17.07.2025)
Russia's Biggest Banks Have Discussed Seeking Bailouts Within Next Year (17.07.2025)
“It is already clear that it will not be easy,” Herman Gref, chief executive officer of state-owned Sberbank, Russia’s largest lender, said of the prospects for the next year at the annual shareholders meeting last month, because loan portfolio quality is deteriorating with companies increasingly needing to restructure their debts. “I hope, as always, we will be able to find joint plans to get through these difficult times,” he added.
·bloomberg.com·
Russia's Biggest Banks Have Discussed Seeking Bailouts Within Next Year (17.07.2025)