Zusammenfassung:
Massives Infrastrukturprogramm: China startet ein 25 Billionen Yuan (3,7 Billionen US-Dollar) schweres Investitionsprogramm namens „Die sechs Netzwerke“, das in den nächsten fünf Jahren Wasser, Strom, Rechenzentren, Kommunikation, Logistik und städtische Rohrleitungen umfasst.
Wirtschaftliche Ankurbelung und Modernisierung: Das Programm soll die Binnennachfrage stärken, überschüssige Ersparnisse auffangen und die technische Grundlage für Chinas futuristische Wirtschaft (KI, Roboter, Drohnen) schaffen, um so wirtschaftlicher Stagnation und Deflation entgegenzuwirken.
Intelligente und integrierte Projekte: Es werden nicht nur neue Strukturen gebaut, sondern auch bestehende modernisiert, oft mit smarten Technologien. Ein Beispiel ist die „Unterirdische Große Mauer“ in Hengqin mit intelligenten Versorgungstunneln, die Wartung vereinfachen und die öffentliche Sicherheit erhöhen.
Lernprozesse aus der Vergangenheit und neue Finanzierung: Im Gegensatz zu früheren Infrastrukturbooms, die oft zu Fehlinvestitionen und versteckten Schulden führten, legt diese Initiative Wert auf Effizienz und eine andere Finanzierungsstruktur, die auf die Zentralregierung, Staatsunternehmen und spezielle Anleihen setzt.
Langfristige globale Auswirkungen: Die Investitionen zielen darauf ab, Chinas Wirtschaftswachstum zu stabilisieren und die Produktivität zu steigern. Zudem sollen sie den globalen Handel durch die Verringerung von Chinas Handelsüberschüssen ausgleichen und protektionistischen Bestrebungen entgegenwirken.
Zusammenfassung:
China führt weitreichende Reformen im Immobilienmarkt ein, um dem seit 2021 anhaltenden Einbruch entgegenzuwirken, obwohl es den Anschein hat, dass die Regierung die Krise weitgehend ignoriert.
Zu den neuen Maßnahmen gehören die Genehmigung von Hypotheken mit bis zu 40 Jahren Laufzeit für kreditwürdige Käufer und Baukredite von bis zu sieben Jahren für Immobilienunternehmen, um die Schuldenlast zu verteilen.
Bauträger können Grundstücke nun in Raten bezahlen, um die hohen Anfangsinvestitionen zu senken und die Abhängigkeit von hohen Krediten zu verringern.
Die Möglichkeit von Vorverkäufen von Wohnungen wird drastisch eingeschränkt: Bauträger dürfen Wohnungen erst nach Fertigstellung des Rohbaus verkaufen, und die Einnahmen müssen auf beaufsichtigte Treuhandkonten fließen, um Missbrauch wie im Fall von Evergrande zu verhindern.
Diese Reformen sollen zwar den Markt stabilisieren und Misswirtschaft vorbeugen, erschweren es Immobilienunternehmen jedoch gleichzeitig, neue Projekte zu starten, was sich negativ auf deren Einnahmen und die Beschäftigung auswirken wird.
Zusammenfassung:
Konträre Fiskalpolitik: Entgegen den Empfehlungen, die Fiskalpolitik zur Ankurbelung der schwachen Binnennachfrage zu lockern, verschärft China seine Sparmaßnahmen und erhöhte im Juli 2026 die Steuereinnahmen um über 13 Prozent, während sich das Haushaltsdefizit verringerte.
Ausweitung der Steuerbasis und Offshore-Besteuerung: China reformiert sein Steuersystem, um Einnahmen zu steigern, indem es verstärkt Offshore-Vermögen (z.B. Einkünfte aus Hongkong-Versicherungen, Aktienhandel und Offshore-Trusts) ins Visier nimmt und hierfür internationale Informationsaustauschstandards nutzt.
Rückforderungen und Abbau von Steuervergünstigungen: Der Staat fordert verstärkt Steuernachzahlungen von börsennotierten Unternehmen ein und schafft Steuervergünstigungen und Mehrwertsteuerrückerstattungen für Exporte in Sektoren wie Hochenergiebatterien, Solarzellen und Industrieglas ab, um Einnahmen zu generieren und Überkapazitäten abzubauen.
Mikroökonomisch sinnvoll, makroökonomisch unpassend: Viele der Steueranpassungen, wie "Sündensteuern" oder eine breitere Steuerbasis, sind aus mikroökonomischer Sicht sinnvoll, erfolgen jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da die Wirtschaft nach dem Einbruch des Immobilienmarktes dringend ein mutiges Konjunkturprogramm benötigen würde.
Regierungsmotivation und -strategie: Die chinesische Regierung ist besorgt über sinkende Einnahmen und zukünftige finanzielle Verpflichtungen durch die alternde Bevölkerung. Anstatt auf Konjunkturprogramme zu setzen, verlässt sie sich auf ein modernisiertes Steuersystem und die Resilienz der armen Landbevölkerung, um die Wirtschaft im Gleichgewicht zu halten.
Chinas Immobilienprobleme könnten bis 2030 andauern, da mehrere Faktoren eine schnelle Erholung verhindern:
Marktverzerrungen durch lokale Behörden: Lokale Beamte begrenzen Preisnachlässe bei Neubauwohnungen, um plötzliche Einbrüche und soziale Unruhen zu vermeiden. Dies verzerrt jedoch die Marktsignale und verlangsamt den Verkauf von schätzungsweise 30 Millionen unverkauften Wohnungen.
Fehlende Grundsteuer: Die Zentralregierung hat es versäumt, eine sinnvolle Grundsteuer für Wohnimmobilien einzuführen. Ohne diese Abgabe haben Eigentümer von geschätzten 49 Millionen brachliegenden Anlageimmobilien wenig Anreiz zum Verkauf, was den Markt nicht bereinigt.
Widerwillige Verkäufe bestehender Immobilien: Da eine Grundsteuer fehlt und die Eigentümer ihre Verluste nur widerwillig akzeptieren, werden Anlageimmobilien nur zögerlich zum Verkauf angeboten. Dies ist problematisch, da der Anteil der Neubauverkäufe stark zurückgegangen ist und das Angebot an älteren Häusern immer wichtiger wird.
Ungenügende Daten und Informationsbeschränkungen: Die offiziellen Daten zur Immobilienlage, wie der Hauspreisindex für 70 Großstädte, unterschätzen das wahre Ausmaß des Problems, da Tausende kleinerer Städte nicht berücksichtigt werden und anekdotische Berichte auf stärkere Preisrückgänge hindeuten. Dies erschwert eine genaue Bewertung und effektive Reaktion auf die Krise.
Pessimistische Expertenprognosen: Expertenmeinungen, wie ein Bericht von Enhance International, gehen davon aus, dass die Preise für Bestandsimmobilien trotz ihres bereits niedrigen Niveaus noch um 40 % fallen werden und die Immobilienkrise in China bis 2030 andauern könnte.
Zusammenfassung:
Starker Aktienmarkt trotz wirtschaftlicher Schwäche: Der Shanghai Composite hat 2025 deutlich zugelegt und erreichte ein Zehnjahreshoch, trotz erheblich schwächerer Wirtschaftsindikatoren wie Konsum, Industrieproduktion und Investitionen. Der Index stieg seit Jahresbeginn um 17 %, outperformte damit globale Indizes und trotzt so der „Schwerkraft“ negativer Fundamentaldaten,.
Hohe Verlustquote unter börsennotierten Unternehmen: Rund 23 % der an den chinesischen Festlandsbörsen gelisteten Unternehmen wiesen in den Halbjahreszahlen Verluste aus – der höchste Wert seit mindestens 2016, deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Dies reflektiert tiefliegende strukturelle Probleme, insbesondere in Sektoren mit Überkapazitäten wie Elektrofahrzeuge und Solarindustrie.
Staatliche Eingriffe und Anti-Involutionskampagne: Die Regierung versucht mit der Anti-Involutionskampagne, Überangebot und ineffiziente Unternehmen zurückzudrängen. Diese Maßnahmen sollen die Marktstruktur verbessern, erfordern jedoch schmerzhafte Anpassungen mit dem Risiko ansteigender Arbeitslosigkeit. Die Politik belässt jedoch Vorsicht, da ein abruptes Ende der Involution schwerwiegende soziale Folgen hätte,.
Marktoptimismus durch Stimmungsförderung und Reformimpulse: Der Staat fördert die Marktstimmung aktiv, gestützt durch Erfolge wie KI-Startups, Filme und Immobilienerleichterungen in Shanghai. Zudem zeigen Aktienrückkäufe und gesteigertes Investment von Versicherern und Unternehmen eine zunehmend aktive Kapitalmarktteilnahme, die das Kursniveau stützt.
Warnsignale und fragile Marktlage: Experten und Analysten äußern Skepsis angesichts der Diskrepanz zwischen Marktentwicklung und wirtschaftlichen Realitäten. Die Liquiditätsabhängigkeit der Rallye und mögliche regulatorische Eingriffe – beispielsweise eine Einschränkung bullischer Begriffe in sozialen Medien – weisen auf eine gefährdete und wackelige Marktsituation hin.
Die Rückkehr der Unterstützung für private Unternehmen könnte das Vertrauen der Investoren auf mehrere Weisen beeinflussen:
Positive Signale für den Markt: Die Unterstützung von Xi Jinping signalisiert, dass die Regierung bereit ist, den privatwirtschaftlichen Sektor zu fördern, was zu einer positiven Marktstimmung führen kann. Dies könnte dazu führen, dass Investoren optimistischer hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des chinesischen Marktes sind.
Erholung der Kurse: Die Erfolge von Technologieunternehmen, wie das Beispiel von DeepSeek zeigt, könnten das Vertrauen der Investoren stärken. Gestiegene Aktienkurse und das Potenzial für zukünftige Erträge können dazu führen, dass mehr Kapital in den Markt fließt.
Wachstumschancen: Wenn die Regierung Unternehmern und Technologieunternehmen ein günstiges Umfeld bietet, könnte dies neue Geschäftsmöglichkeiten und Innovationsentwicklungen fördern. Investoren könnten annehmen, dass Privatunternehmen, die jetzt unterstützt werden, erhebliches Wachstumspotenzial haben, was ihre Bereitschaft erhöht, in diese zu investieren.
Verringerung der Unsicherheit: Da der Druck und die Regulierung, die in der Vergangenheit das Vertrauen der Investoren untergraben hatten, nachlassen, könnte dies bedeuten, dass Investoren sich weniger um plötzliche staatliche Eingriffe sorgen müssen. Eine stabilere regulatorische Umgebung könnte das Vertrauen in langfristige Investitionen stärken.
Anpassung an staatliche Vorgaben: Die Erwartung, dass private Unternehmen ihre Strategien an die Ziele der Partei anpassen, könnte Investoren beruhigen, da sie sehen, dass die Unternehmen in Rücksprache mit der Regierung agieren. Dies könnte das Risiko von abrupten politischen Veränderungen verringern.
Insgesamt könnte die Rückkehr der Unterstützung des Privatsektors ein bedeutsames Zeichen für Investoren sein, dass sich wirtschaftliche Bedingungen stabilisieren und Wachstumschancen realistisch werden.
Zusammenfassung:
Chinas Führung scheint bei ihrem Immobilienduell eingeknickt zu sein und steht kurz davor, Vanke zu retten.
Der Rettungsplan soll die Verwendung von Sonderanleihen der lokalen Regierung im Wert von 20 Milliarden Yuan beinhalten, um Vankes Schulden zu begleichen.
Sollte es zu einer Rettungsaktion für Vanke kommen, hätten Chinas Politiker ein Auge zugedrückt.
Hintergrund
Bisher durften Firmen zahlungsunfähig werden, wie Evergrande im Jahr 2021, was Chinas schlimmsten Immobilienabschwung auslöste.
Die Zentralbehörden haben eine Rettung nicht zugelassen, weil sie befürchteten, dass dies riskantes Verhalten anderer Firmen fördern würde.
Vanke ist ein Hybrid aus öffentlich-privatem Unternehmen, wobei Shenzhen Metro einen Anteil von 27 Prozent hält.
Entwicklung und Ausblick
Chinas Immobilienmarkt schien sich Ende 2024 zu stabilisieren, doch die Immobilienverkäufe sind in den ersten sechs Wochen des Jahres 2025 wieder zurückgegangen.
Die potenzielle Rettung von Vanke soll eine weitere Kaskade finanzieller Schwierigkeiten oder Zahlungsausfälle stoppen.
Eine erfolgreiche Rettung könnte als Modell dafür dienen, wie die Behörden den Tod ihrer verbleibenden großen Bauträger verhindern können .
Xi Jinping wird das amerikanische Feuer erwidern, indem er eine Kombination aus wirtschaftlichen Maßnahmen und symbolischen Gesten anwendet, um auf die Zollerhöhungen und Handelsstrategien der USA zu reagieren. Zu den spezifischen Maßnahmen, die er ergreifen könnte, gehören:
Gegenmaßnahmen gegen amerikanische Unternehmen: China hat bereits damit begonnen, rechtliche Schritte gegen amerikanische Firmen einzuleiten. Beispielsweise wurde eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Google eingeleitet, und Unternehmen wie Illumina und PVH wurden auf eine „Liste unzuverlässiger Unternehmen“ gesetzt, was ihre Geschäfte und Investitionen in China ernsthaft beeinträchtigen könnte.
Einführung neuer Handelsbarrieren: China plant, die Exportkontrollen für verschiedene seltene Metalle zu verschärfen, die für zahlreiche Industrien, einschließlich der Elektronik und der Verteidigung, von zentraler Bedeutung sind. Darüber hinaus könnte China die Zölle auf amerikanische Produkte, wie Kohle, verflüssigtes Erdgas und Rohöl, erhöhen, um den Druck auf die amerikanische Wirtschaft zu erhöhen.
Symbolische Vergeltungsmaßnahmen: Diese Initiativen sind nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern auch als symbolische Geste zu verstehen. Sie dienen dazu, die Vereinigten Staaten anzuhalten, weitere aggressive Schritte zu unterlassen und ihnen zu zeigen, dass China ebenfalls bereit ist, seine wirtschaftliche Macht zu demonstrieren.
Einschränkung der Importe: China könnte beginnen, neue Vorschriften oder Beschränkungen einzuführen, die gezielt amerikanische Produkte und Dienstleistungen betreffen, um die Auswirkungen der amerikanischen Zölle zu neutralisieren und die eigene Industrie zu schützen.
Diese Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die amerikanische Regierung zu beeinflussen und ein Gleichgewicht im Handelskrieg zu erzeugen. Während Xi Jinping bereit ist, seine wirtschaftlichen Muskeln spielen zu lassen, könnte die Herausforderung darin bestehen, dass aggressive Reaktionen von Donald Trump eine weitere Eskalation der Situation provozieren könnten .
Hier sind die wichtigsten Punkte zur Frage, ob China über die nötige fiskalische Feuerkraft verfügt, um seine Wirtschaft zu retten:
Erhöhung des Defizits: China plant, das fiskalische Defizit bis 2025 auf 4% des BIP anzuheben, nachdem es in den letzten fünf Jahren mehrfach die Maastricht-Grenzen überschritten hat.
Fiskalische Maßnahmen: Die Regierung hat Programme eingeführt, um den Konsum zu fördern, einschließlich finanzieller Anreize für den Austausch alter Geräte gegen neue Technologien.
Niedrige Kreditkosten: Die Zentralregierung kann Kredite zu historisch niedrigen Zinsen aufnehmen, was ihr hilft, sich finanziell zu unterstützen, trotz der insgesamt angespannten wirtschaftlichen Lage.
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Vertrauen der Verbraucher: Das Vertrauen der Privathaushalte ist derzeit niedrig, was zu einer zurückhaltenden Konsumhaltung führt. Viele Haushalte neigen dazu, das Geld zu sparen, anstatt es auszugeben, was die Nachfrage in der Wirtschaft drückt.
Langfristige Risiken: Die alternde Bevölkerung und ein Rückgang der Staatseinnahmen stellen langfristige Herausforderungen dar. Es wird erwartet, dass der Anteil der Rentenausgaben am BIP in den kommenden Jahrzehnten erheblich steigt .
Fiskales Ungleichgewicht: Das offizielle Defizit deckt nur einen Teil der öffentlichen Kreditaufnahme. Wenn andere Konten, wie Sozialversicherung und Infrastrukturfinanzierung, einbezogen werden, könnte das tatsächliche Defizit viel höher sein und das Risiko eines Schuldenkrise erhöhen.
Notwendigkeit zusätzlicher Unterstützung: Der IWF hat Chinas Regierung geraten, mehr in den Immobiliensektor zu investieren, um eine Stabilisierung der Wirtschaft und des Vertrauens der Haushalte zu gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass China zwar über finanzielle Mittel verfügt, jedoch sowohl innenpolitische als auch wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen muss, um seine fiskalische Feuerkraft effektiv einzusetzen.