Zusammenfasssung:
Chinas verdeckte maritime Miliz: China verfügt über eine maritime Miliz, die aus einer Mischung aus normalen Fischerbooten und speziell gebauten, stahlummantelten Schiffen besteht. Diese Truppe agiert im Verborgenen, wird aber seit den 1950er Jahren von der Führung kontrolliert und bietet eine plausible Ausrede für „Grauzonen“-Aktivitäten, indem sie aggressive Manöver als Handlungen „patriotischer Fischer“ darstellt.
Zunehmende Aktivität im Ostchinesischen Meer: Die maritime Miliz zeigt eine besorgniserregende Aktivität im Ostchinesischen Meer nördlich von Taiwan. Über 1.000 Schiffe formierten sich dort zu großen Formationen und hielten diese über Stunden, was auf ein Testen ihrer Fähigkeiten hindeutet und die größten Manöver dieser Art in der Region darstellt.
Modernisierung und Subventionen: Seit 2012 investiert China in den Aufbau einer „neuartigen“ Seemiliz, die besser ausgerüstet, ausgebildet und organisiert ist. Boote, die in umstrittenen Gebieten operieren, erhalten erhebliche tägliche Subventionen, um ihre Anwesenheit zu gewährleisten, auch ohne tatsächlich zu fischen.
Strategische Bedeutung für Taiwan: Die Manöver der Miliz werden als Test ihrer Fähigkeiten gesehen, die China in einem möglichen Konflikt um Taiwan einen Vorteil verschaffen könnten. Die Miliz könnte die Marine bei Aufklärungs- und Logistikaufgaben unterstützen, Unterseekabel durchtrennen oder eine Blockade bzw. „Quarantäne“ der Insel unterstützen.
Einzigartige politische Kontrolle: Die Fähigkeit Chinas, so viele Schiffe über lange Zeiträume hinweg zu koordinieren und an einem Ort zu halten, demonstriert ein Maß an politischer Kontrolle über seine zivile Flotte, das weltweit einzigartig ist.