#1 USA I TRUMP UND SEINE WELT

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KEYTOPIC#3.1 - Scott Bessent should stop blaming the bond market (15.09.2026)
KEYTOPIC#3.1 - Scott Bessent should stop blaming the bond market (15.09.2026)

Zusammenfassung:

  • Ineffektive Interventionen: Die Anleihenrückkäufe von US-Finanzminister Scott Bessent, die die Kreditkosten senken sollen, sind im Vergleich zur gigantischen US-Staatsverschuldung von 40 Billionen Dollar winzig und damit unwirksam.

  • Funktionierender Markt: Entgegen Bessents Behauptung eines dysfunktionalen Marktes funktioniert der US-Staatsanleihenmarkt einwandfrei. Dies zeigt sich durch starke Nachfrage bei Auktionen (z.B. zweieinhalbfache Gebote für neue Anleihen), geringe Prämien für Kreditausfallswaps und einen niedrigen MOVE-Index.

  • Historisch normale Renditen: Obwohl die aktuellen Renditen hoch erscheinen, sind sie im Vergleich zu den Jahrzehnten vor 2007, als die durchschnittliche Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei 5 % lag, nicht ungewöhnlich. Die 2010er-Jahre waren eher eine Phase ungewöhnlich niedriger Zinsen.

  • Hauptprobleme: Schulden und Inflation: Die eigentlichen Probleme sind die exzessive Neuverschuldung der USA (fast 2 Billionen Dollar oder 6,3 % des BIP im aktuellen Fiskaljahr) und die gleichzeitig verfolgte inflationsfördernde Politik, die den Wert bestehender Anleihen mindert.

  • Rationale Marktreaktion: Die Forderung der Anleger nach höheren Renditen ist eine rationale und angemessene Reaktion auf die hohe Staatsverschuldung und die inflationären Bedingungen, nicht ein Anzeichen für ein "Fieber" oder eine Fehlfunktion des Marktes. Die Lösung liegt in der Verlangsamung der Kreditaufnahme, nicht im Versuch, den Markt zu zwingen.

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KEYTOPIC#3.1 - Scott Bessent should stop blaming the bond market (15.09.2026)
VENEZUELA: KEYTOPIC#1.1 - America really might restore democracy to Venezuela (12.08.2026)
VENEZUELA: KEYTOPIC#1.1 - America really might restore democracy to Venezuela (12.08.2026)

Zusammenfassung:

  • Dramatischer Wandel nach Maduros Sturz: Venezuela hat sich seit der Gefangennahme von Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 erheblich verbessert. Politische Gefangene wurden freigelassen, Proteste werden nicht mehr unterdrückt, und es gibt neues Investoreninteresse unter der De-facto-Führung von Delcy Rodríguez, die den Anweisungen Donald Trumps folgt.

  • Trumps falsche Einschätzung des Erfolgs: Donald Trump interpretiert den Wandel als abgeschlossenen und perfekten Regimewechsel, was der Artikel als unvollständigen Erfolg und Trugbild bezeichnet.

  • Anhaltende Herausforderungen für die Demokratie: Der positive Wandel ist begrenzt, da die Demokratie noch nicht vollständig wiederhergestellt ist und etwa 480 politische Gefangene weiterhin in Haft sitzen. Langfristige Stabilität erfordert die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit und freie Wahlen, wobei Oppositionsführerin María Corina Machado eine entscheidende Rolle spielen könnte.

  • Gefahr des Scheiterns ohne anhaltenden Druck: Der Weg zur Demokratie ist schmal und unsicher; ohne anhaltenden amerikanischen Druck und die Bereitschaft der Venezolaner, gleichzeitig auf die Straße zu gehen und zu verhandeln, könnte der demokratische Prozess gefährdet werden.

  • Einzigartigkeit des venezolanischen Falls: Venezuelas Regime war aufgrund seiner Korruption und Ideologielosigkeit besonders anfällig für Trumps Vorgehen. Diese Methoden sind nicht ohne Weiteres auf andere Länder wie den Iran oder Kuba übertragbar, die ideologisch gefestigter sind und keine vergleichbar starke politische Opposition aufweisen.

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VENEZUELA: KEYTOPIC#1.1 - America really might restore democracy to Venezuela (12.08.2026)
TheECONOMIST I K.Warsh Effect I Bond-Yields (28.08.2026)
TheECONOMIST I K.Warsh Effect I Bond-Yields (28.08.2026)

What to expect from central banking’s big get-together

Archie Hall Acting economics editor There are at least two Jackson Holes, maybe three or four. To Wyomingites, and the billionaires who own ranches there, Jackson is a mountain town, complete with gorgeous views and eye-popping real estate to match. To economists, Jackson Hole really is something else entirely: the Federal Reserve Bank of Kansas City’s annual late-summer get-together, which just happens to take place among those mountains. The lore of the Federal Reserve has it that the venue was first chosen in order to entice Paul Volcker, then the Fed’s chairman and an avid fly-fisher, to attend. The rivers nearby are chock-full of trout.

Outwardly, the event is an informal academic conference. Working papers are circulated in advance. This year’s theme is worthy, if rather dry: “Financial Innovation: Implications for Payments and Policy”. That’s not quite enough to set even geeky hearts racing. Nor is it really what draws a who’s who of central bankers and the world’s financial press. Nor is it the “organised fun” around the conference, though I am looking forward to trying to spot some bald eagles with macroeconomists.

I probably shouldn’t speak too assuredly, since this is my first Jackson Hole and I’m writing this newsletter on the flight over. But my sense, as someone who’s watched plenty of Jackson Holes from afar, is that what really makes the event matter is the opportunity it offers for central banking to look at itself, take stock and potentially reset. Speeches made at Jackson Hole by Jerome Powell, the Fed’s chair until May, were often market-moving events. He received a standing ovation at his valedictory speech last year, soon after Donald Trump tried to sack Lisa Cook, a Fed governor.

Now Kevin Warsh, Mr Powell’s successor, has a bit of a clean-up job to do. Since taking charge, he has sent markets into a tizzy with a tight-lipped and at times contradictory communication style (see chart). And Mr Warsh’s counterpart at the Treasury, Scott Bessent, has spent the past fortnight making his job even more difficult. Mr Bessent shocked markets last week by announcing plans to increase buy-backs of long-dated Treasury bonds in a bid to lower yields. That sort of overt market interference is a no-no at the best of times, and especially remarkable just ten weeks out from the midterm elections. (I’ve written a leader and a supporting article laying that all in more detail.) It puts Mr Warsh, who has made a career decrying central banks for intervening too much in bond markets, in a tough spot.

How Mr Warsh handles the moment, and whether he manages to talk sceptics back on side, could define his early tenure. At his most recent press conference, he said he wanted to use his Jackson Hole speech to “frame the big questions”. Take a look at The Economist’s website tomorrow, or listen to next week’s Money Talks podcast, for our view on how well he manages to do so.

·image.e.economist.com·
TheECONOMIST I K.Warsh Effect I Bond-Yields (28.08.2026)
KEYTOPIC#3.2 - Scott Bessent takes on the bond market (27.08.2026)
KEYTOPIC#3.2 - Scott Bessent takes on the bond market (27.08.2026)

Zusammenfassung:

  • Scott Bessent, der US-Finanzminister, versucht aktiv, die Renditen von US-Staatsanleihen zu senken, indem er Rückkäufe von langfristigen Staatsanleihen in Milliardenhöhe plant. Sein Ziel ist es, die Zinsen zu beeinflussen, was normalerweise nicht die Rolle des Finanzministeriums ist und als ungewöhnlich interventionistisch gilt.

  • Diese Maßnahmen finden in einem Kontext global steigender Anleiherenditen statt, die durch hohe Inflation, geopolitische Konflikte (USA/Israel gegen Iran) und private Kreditaufnahme für KI-Rechenzentren angetrieben werden. Besonders besorgniserregend ist das hohe US-Haushaltsdefizit von 6 % des BIP, wobei über die Hälfte der Ausgaben für Zinszahlungen auf Altschulden entfällt, was einen Teufelskreis steigender Renditen und Defizite schaffen könnte.

  • Bessents Vorgehen ist umstritten und stößt auf Kritik, unter anderem von seinem ehemaligen Chef Stanley Druckenmiller. Auch die US-Notenbank (Fed), deren neuer Vorsitzender Kevin Warsh Bessents Eingriffe ablehnt, verfolgt eine straffere Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung, was zu einem potenziellen Tauziehen zwischen Finanzministerium und Fed führen könnte.

  • Die Maßnahmen werden als dreiste Politisierung des US-Staatsanleihenmarktes im Vorfeld der Zwischenwahlen interpretiert, um die "Bezahlbarkeit" für die Wähler zu verbessern. Bessent, der früher seine Vorgängerin Janet Yellen für ähnliche interventionistische Praktiken kritisierte, geht nun noch einen Schritt weiter.

  • Langfristig könnten Bessents Eingriffe wenig bewirken und stattdessen die Skepsis der Anleger gegenüber amerikanischen Vermögenswerten erhöhen, was sich bereits im Fall des Dollars und Goldpreises zeigt. Es besteht die Gefahr, dass der US-Anleihenmarkt als stabiler Ort, frei von politischer Intervention und Finanzrepression, an Glaubwürdigkeit verliert.

His announcement has had only a limited effect.
Most worrying, bond markets are beginning to reckon with the rich world’s debt binge.
·economist.com·
KEYTOPIC#3.2 - Scott Bessent takes on the bond market (27.08.2026)