A I GEO- UND WIRTSCHAFTSPOLITIK I GLOBAL

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Who will win from Trump’s tariffs? (14.08.2025)
Who will win from Trump’s tariffs? (14.08.2025)

Zusammenfassung:

  • Die jüngsten Zölle von Präsident Trump haben die „China plus eins“-Strategie durcheinandergebracht, wobei China im Vergleich zu anderen Ländern besser dasteht, da die Zolllücke zwischen China und dem Rest der Welt schrumpft.

  • Ein schärferes Vorgehen gegen den Umschlagverkehr (Warenumleitungen über Drittländer) zielt insbesondere auf Länder wie Indien, Thailand und Vietnam, während Kambodscha, Indonesien und Malaysia vorerst weniger betroffen sind.

  • Malaysia ist im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern wegen günstiger Zolldifferenzen, begrenztem Umschlag und geringerer amerikanischer Abhängigkeit am besten aufgestellt und wird als Investitionsstandort attraktiver.

  • Die effektiven Zollsätze in Malaysia sind trotz eines Anstiegs weiterhin deutlich niedriger als in China, wodurch sich die Zolllücke zwischen China und Malaysia von 10 auf 30 Prozentpunkte vergrößert hat.

  • Länder mit hoher Exportabhängigkeit vom amerikanischen Markt wie Vietnam und Kambodscha stehen vor größeren Herausforderungen, während Länder wie Indonesien mit zunehmend diversifizierteren Exportmärkten reagieren, zum Beispiel durch stärkere Marketingaktivitäten in China.

  • Trotz der Chancen für „China plus eins“-Standorte besteht das Risiko, dass wachsende Abhängigkeiten von der amerikanischen Nachfrage Länder wie Malaysia verwundbar machen, wie frühere US-Maßnahmen gegen die malaysische Solarindustrie gezeigt haben.

·economist.com·
Who will win from Trump’s tariffs? (14.08.2025)
Donald Trump’s awful trade policy will outlast him (01.08.2025)
Donald Trump’s awful trade policy will outlast him (01.08.2025)

Zusammenfassung:

  • Trumps neue Handelspolitik markiert den Wechsel zu einem unilateral-bilateralen Systems mit variierenden Zöllen: Statt eines multilateralen Systems mit einheitlichen Zollsätzen pro Produkt setzt Trump auf zollbasierte Verhandlungen je nach Herkunftsland. Dies schafft politische Unsicherheit, da Zölle je nach Laune des Präsidenten angepasst oder als Druckmittel eingesetzt werden.

  • Die Zölle erhöhen bearbeitete Einfuhrkosten und führen zu Nachteilen für amerikanische Verbraucher und Unternehmen: Die Kosten für Importe steigen, was sich in höheren Preisen für Konsumenten niederschlägt. Große US-Unternehmen wie Ford und GM tragen enorm hohe Zöllasten (z.B. bis zu 1,1 Mrd. US-Dollar im Quartal), ihre Wettbewerbsfähigkeit leidet.

  • Trotz kurzfristiger Erlöse durch Zölle entstehen langfristige wirtschaftliche Belastungen: Das Wirtschaftswachstum der USA verlangsamt sich, die Inflation bleibt hartnäckig hoch, und die Beschäftigungszunahme schwächt sich ab. Die Unsicherheit durch die Handelspolitik hemmt Innovation und Auswahlvielfalt für Käufer.

  • Die Handelspolitik ist politisch schwer zu revidieren: Unternehmen haben stark in Lobbyarbeit investiert, um von den Zöllen zu profitieren bzw. sich hinter ihnen zu schützen. Verbraucher merken die negativen Effekte nicht direkt und fordern selten Änderungen, sodass künftige Regierungen bei dem System bleiben könnten, selbst wenn es wirtschaftlich schädlich ist.

  • Das neue System könnte über Trumps Amtszeit hinaus Bestand haben: Obwohl Trumps Politik zunächst auf Ablehnung stößt, scheinen die politischen und wirtschaftlichen Strukturen das System verfestigen. Die Zölle werden möglicherweise lange aufrechterhalten, auch wenn Trump nicht mehr Präsident ist, was langfristige Wohlstandsverluste in den USA bedeutet.

America’s effective tariff rate has risen to 18%
·economist.com·
Donald Trump’s awful trade policy will outlast him (01.08.2025)
Europe averts its Trumpian trade nightmare (28.07.2025)
Europe averts its Trumpian trade nightmare (28.07.2025)

Zusammenfassung:

  • 15-prozentiger Zollsatz auf europäische Autoexporte in die USA: Das Abkommen sieht einen Zoll von 15 % auf die meisten europäischen Exporte, insbesondere Autos, vor. Dieser Satz ist zwar deutlich höher als vor Trumps Amtszeit, wurde aber von ursprünglich drohenden 20–50 % Zöllen deutlich reduziert. Für die europäische Autoindustrie bedeutet dies kurzfristig eine Belastung, wobei insbesondere Hersteller in den USA durch hohe Zölle auf Teile und Stahl härter getroffen werden könnten,.

  • Zollbefreiungen für strategisch wichtige Waren: Eine Liste von zollfreien Produkten wurde vereinbart, darunter Flugzeuge, Chipherstellungsanlagen und einige Chemikalien. Dies ist ein kleiner Erfolg für die EU, da dort Artikel aufgeführt sind, die Amerika dringend aus Europa benötigt. Diese Liste könnte jedoch auch als Druckmittel genutzt werden, um weitere Artikel hinzuzufügen, die für amerikanische Unternehmen schwer ersetzbar sind.

  • Verpflichtung der EU zu erhöhten US-Energieimporten und Investitionen: Die EU hat zugesagt, in den kommenden drei Jahren amerikanische Energieprodukte im Wert von 750 Milliarden Dollar zu kaufen. Dies soll nicht nur den US-amerikanischen Energiesektor stärken, sondern könnte Europas Abhängigkeit von russischem Öl und Gas reduzieren. Parallel dazu sind US-Investitionen in Höhe von 600 Milliarden Dollar in Europa vereinbart, wobei unklar ist, über welchen Zeitraum diese getätigt werden sollen,.

  • Politische und regulatorische Unsicherheiten bleiben bestehen: Obwohl das Abkommen einen Handelsfrieden zwischen den USA und der EU herstellt, müssen EU-Mitgliedstaaten die Vereinbarung noch ratifizieren. Die Liste der zollfreien Waren könnte gegen WTO-Regeln verstoßen, und US-Präsident Trump behält sich vor, mit Zöllen auf Produkte wie importierte Medikamente zu reagieren, was insbesondere für Länder wie Dänemark und Irland negative Auswirkungen haben könnte.

  • Differenzierte nationale Auswirkungen auf die europäische Industrie: Laut Berechnungen des Kieler Instituts wird die deutsche Industrieproduktion durch das Abkommen kurzfristig um etwa 0,15 % zurückgehen, während Frankreich und Italien kaum betroffen sind. Die Regelungen benachteiligen insbesondere Hersteller, die in den USA produzieren und hohe Zölle auf importierte Teile zahlen müssen, während europäische und japanische Exporteure nach Amerika weniger beeinträchtigt sein könnten.

·economist.com·
Europe averts its Trumpian trade nightmare (28.07.2025)
Who’s feeling the pain of Trump’s tariffs? (27.07.2025)
Who’s feeling the pain of Trump’s tariffs? (27.07.2025)

Zusammenfassung:

  1. Starker Zollanstieg und dessen Umfang Die USA haben den effektiven Zollsatz auf Einfuhren auf über 16 % erhöht – der höchste Wert seit den 1930er Jahren. Neue Verordnungen erhöhen ab August 2025 die Zölle für wichtige Handelspartner wie die EU, Südkorea, Indien, Südafrika und Kanada zum Teil deutlich, mit Raten von bis zu 35 % (z. B. Kanada).

  2. Kurzfristige Preisanpassungen bei Importen begrenzt Trotz hoher Zollbelastungen zeigen sich ausländische Lieferanten bislang nachsichtig und erhöhen ihre Exportpreise kaum. Viele asiatische und europäische Unternehmen tragen einen Teil der Mehrkosten selbst, um ihre Kunden in den USA nicht zu vergraulen und die Nachfrage nicht zu dämpfen. Beispielsweise senken chinesische Unternehmen Preise nicht im erforderlichen Umfang, um Zollsteigerungen zu kompensieren.

  3. Zeitliche Verzögerungen bei der Abbildung von Preisänderungen Ökonomen beobachten eine Diskrepanz zwischen den Preisen, die ausländische Exportländer melden, und jenen, die US-Importeure angeben. Dies könnte auf Verzögerungen bei der Preiserfassung oder Lagerhaltung zurückzuführen sein, wodurch Zollkosten zunächst von Zulieferern 'geschluckt' werden, bevor sie sich in Verbraucherpreisen niederschlagen.

  4. Vorläufig begrenzte Auswirkungen auf die US-Inflation Trotz massiver Zollsteigerungen zeigen sich bisher nur geringe Effekte auf die US-Inflation; die Verbraucherpreise steigen langsamer als erwartet. Untersuchungen deuten darauf hin, dass amerikanische Unternehmen über geringere Gewinnmargen einen Teil der Kosten internalisieren, anstatt diese direkt an Konsumenten weiterzugeben.

  5. Langfristige Risiken und mögliche Belastungsverschiebungen Ausländische Unternehmen, insbesondere in Schwellenländern und Europa, könnten sich aufgrund gestiegener Gewinnmargen derzeit noch zollbedingte Gewinneinbußen leisten. Doch bei anhaltender und weiter steigender Zollpolitik drohen sie letztlich, höhere Kosten an US-Verbraucher weiterzureichen, was die Handelskonflikte vertiefen und die US-Wirtschaft stärker belasten dürfte.

Diese Punkte fassen die zentralen Analysen und Beobachtungen zur aktuellen Zollpolitik, deren Wirkung auf internationale Lieferketten, Preisentwicklungen und zuletzt die Verteilung der Kostenbelastung zusammen.

export prices from a number of America’s largest trading partners
The tariff is layered on top.
during the inflationary surge of 2021-22, they increased them by more than 15% over a 12-month span (see chart 2). Yet in the past year the average local-currency price of their exports has fallen by 3.6%. Nothing of the sort happened during Mr Trump’s first trade war.
·economist.com·
Who’s feeling the pain of Trump’s tariffs? (27.07.2025)
How Trump's Tariffs Are Already Stunting World Economic Growth (27.07.2025)
How Trump's Tariffs Are Already Stunting World Economic Growth (27.07.2025)
US Growth Outlook Hasn't Recovered From 'Liberation Day' Forecasts for GDP in Bloomberg economist surveys
US Tariffs Already Highest in Decades Before New Deadline Average US tariff rate
Investment Forecasts Are Lower After Trump's Tariffs Expected growth rate of fixed capital investment in 2026 for G7 countries
·bloomberg.com·
How Trump's Tariffs Are Already Stunting World Economic Growth (27.07.2025)
Has Trump damaged the dollar? (20.07.2025)
Has Trump damaged the dollar? (20.07.2025)

Zusammenfassung:

  • Seit der Rückkehr Donald Trumps ins Präsidentenamt hat der US-Dollar eine nachhaltige Abwertung von etwa 10 % gegenüber einem Korb wichtiger Industrieländer erfahren, was die bisherige Rolle des Dollars als sicherer Hafen infrage stellt und auf eine zunehmende relative Schwäche hindeutet .

  • Im April 2025 wurde die bisher stabile Zusammenhang zwischen US-Zinsdifferentialen und Dollarkurs durch Trumps Ankündigung signifikanter Zollerhöhungen erheblich gestört: Anleger zogen sich verstärkt aus US-Vermögenswerten zurück, während Staatsanleihenrenditen stiegen und der Dollar an Wert verlor – ein atypisches Muster, das eher von Schwellenländern oder Krisenregionen bekannt ist .

  • Die Marktsensitivität des Dollars gegenüber globaler Volatilität (Vix) normalerwese führt zu einer Flucht in den Dollar in Krisenzeiten; im April kehrte sich dieses Muster allerdings um, was von Steven Kamin als Indikator für erhöhte Fragilität des Greenbacks interpretiert wird und eine atypische Anlegerreaktion zeigt .

  • Trotz einer teilweisen Rückkehr der Korrelation zwischen Zinsdifferenzen und Dollarkurs bleibt die Bewertung des Greenbacks auf einem dauerhaft niedrigeren Niveau, was strukturelle Schwächen und potenzielle negative Einflussfaktoren durch Trumps Wirtschaftspolitik widerspiegelt .

  • Die derzeitige Stabilisierung der Dollarschwäche ist fragil: Anstehende politische Maßnahmen wie die Umsetzung hoher Zölle ab August 2025 könnten den Druck auf die Federal Reserve erhöhen und die US-Währung in weiterer Folge deutlich schwächen, wobei das tatsächliche Ausmaß erst in einer zukünftigen systemischen Krise sichtbar wird .

·economist.com·
Has Trump damaged the dollar? (20.07.2025)
Russia's Biggest Banks Have Discussed Seeking Bailouts Within Next Year (17.07.2025)
Russia's Biggest Banks Have Discussed Seeking Bailouts Within Next Year (17.07.2025)
“It is already clear that it will not be easy,” Herman Gref, chief executive officer of state-owned Sberbank, Russia’s largest lender, said of the prospects for the next year at the annual shareholders meeting last month, because loan portfolio quality is deteriorating with companies increasingly needing to restructure their debts. “I hope, as always, we will be able to find joint plans to get through these difficult times,” he added.
·bloomberg.com·
Russia's Biggest Banks Have Discussed Seeking Bailouts Within Next Year (17.07.2025)
Banks Plough Billions Into Coal ‘as if Glasgow Never Happened’ (08.07.2025)
Banks Plough Billions Into Coal ‘as if Glasgow Never Happened’ (08.07.2025)
Global banks channeled more than $385 billion to the coal power industry over the past three years, with annual flows increasing last year from 2023. Katrin Ganswindt, financial research director at Urgewald, said "It's as if Glasgow never happened" in reference to the COP26 climate summit pledges to phase down coal. According to Urgewald, Chinese banks are the top providers of coal-related financing, allocating almost $250 billion to the industry between 2022 and 2024.
·bloomberg.com·
Banks Plough Billions Into Coal ‘as if Glasgow Never Happened’ (08.07.2025)
KEYTOPIC#1.7 - A superpower crunch over Taiwan is coming (01.05.2025)
KEYTOPIC#1.7 - A superpower crunch over Taiwan is coming (01.05.2025)

Folgend werden 3 aktuelle Brennpunkte/Faktoren, welche eine Übernahme von Taiwan durch China begünstigen, dargelegt:

  • Unter Trump verliert Amerika seine Abschreckungskraft: Die durch Handelskrieg und Protektionismus geschwächte US-Abschreckung macht China mutiger, Taiwan zu versuchen, zu erobern.
  • Chinas "Grauzonen"-Taktiken: Durch Inspektionen, Quarantänen und Zollkontrollen in taiwanesischen Gewässern versucht China, Taiwans Souveränität zu untergraben und Zweifel an der Bereitschaft und Fähigkeit der USA, im Konflikt zu helfen, zu säen.
  • Innenpolitische Instabilität in Taiwan: Polarisierung, politische Blockaden und politische Uneinigkeit in Taiwans Regierung verhindern entscheidende Verteidigungsmaßnahmen, was die Insel anfälliger macht Diese Faktoren erhöhen das Risiko eines Konflikts um Taiwan, obwohl ein direkter Krieg auch durch strategische, politische und militärische Überlegungen beeinflusst wird.
·economist.com·
KEYTOPIC#1.7 - A superpower crunch over Taiwan is coming (01.05.2025)