Zusammenfassung:
Chinas ehrgeizige Technologieträume erfordern massive Investitionen: China strebt die Führung in Zukunftstechnologien wie KI, Robotik und Fusionsenergie an, wofür in den nächsten zehn Jahren Billionen von Yuan benötigt werden, was die Leistungsfähigkeit der chinesischen Kapitalmärkte auf die Probe stellt.
Staatliche Maßnahmen zur Ankurbelung der Kapitalmärkte: Unter Xi Jinping wurden Vorschriften gelockert, was zu einer Zunahme neuer Aktienfonds, einem starken Anstieg des Risikokapitals und einer Belebung der öffentlichen Märkte und Börsengänge (IPOs) führte, oft unterstützt durch staatlich gelenkte Fonds und Staatsunternehmen.
Starke staatliche Einflussnahme auf Investitionen: Ein Großteil der Kapitalströme wird von staatlichen Unternehmen und Fonds geleitet, wobei private Investoren häufig mit dem Staat zusammenarbeiten. Die Investitionen sind an die politischen Ziele der Partei gebunden und fließen oft in Unternehmen, die nicht unbedingt die innovativsten sind, sondern staatliche Anerkennung besitzen.
Herausforderungen durch die staatliche Lenkung: Die starke staatliche Intervention birgt das Risiko einer ineffizienten Kapitalallokation, da politische Ziele Vorrang vor marktgetriebenen Renditen haben. Dies könnte das Wachstumspotenzial von Startups begrenzen und führt dazu, dass die China Securities Regulatory Commission (CSRC) neben der Marktregulierung auch politische Ziele verfolgt.
Sorge vor Selbstsabotage: Trotz der Bemühungen und der anfänglichen Begeisterung der Privatanleger, die in den Tech-Sektor strömen, befürchten Experten, dass der interventionistische Staat die Verwirklichung der technologischen Ambitionen Chinas eher erschweren als fördern könnte, da politische Steuerung statt Marktkräfte dominieren.
Zusammenfassung:
Russlands Kriegswirtschaft hat zwar Probleme und zeigt Anzeichen struktureller Erschöpfung, steht aber nicht kurz vor dem Zusammenbruch und Wladimir Putin ist nach wie vor in der Lage, seine Aggressionen zu finanzieren.
Russland hat westliche Sanktionen erfolgreich umgangen, indem es den Handel mit Ländern wie China und Indien ausgebaut und beträchtliche Finanzreserven in Streitkräfte, Infrastruktur und Sozialleistungen investiert hat.
Trotz einiger ungenauer offizieller Statistiken, die einen Rückgang andeuten, und gesunkenem Verbrauchervertrauen, weisen präzisere Indikatoren auf ein schleppendes Wachstum, aber keinen Einbruch hin. Die Arbeitslosenquote bleibt niedrig und die Reallöhne steigen weiter.
Die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft ist maßgeblich auf massive Konjunkturprogramme zurückzuführen, insbesondere hohe Militärausgaben (7–8 % des BIP). Russland kann Finanzierungslücken durch Steuererhöhungen, Rücklagen oder inländischen Kredite decken.
Russland kann in diesem Jahr mit einem BIP-Wachstum von etwa 1 % rechnen, vergleichbar mit dem einiger westlicher Länder. Es wären deutlich radikalere Maßnahmen als die bisherigen Sanktionen erforderlich, um Putins Kriegswirtschaft zum Stillstand zu bringen.
