Zusammenfassung:
China führt weitreichende Reformen im Immobilienmarkt ein, um dem seit 2021 anhaltenden Einbruch entgegenzuwirken, obwohl es den Anschein hat, dass die Regierung die Krise weitgehend ignoriert.
Zu den neuen Maßnahmen gehören die Genehmigung von Hypotheken mit bis zu 40 Jahren Laufzeit für kreditwürdige Käufer und Baukredite von bis zu sieben Jahren für Immobilienunternehmen, um die Schuldenlast zu verteilen.
Bauträger können Grundstücke nun in Raten bezahlen, um die hohen Anfangsinvestitionen zu senken und die Abhängigkeit von hohen Krediten zu verringern.
Die Möglichkeit von Vorverkäufen von Wohnungen wird drastisch eingeschränkt: Bauträger dürfen Wohnungen erst nach Fertigstellung des Rohbaus verkaufen, und die Einnahmen müssen auf beaufsichtigte Treuhandkonten fließen, um Missbrauch wie im Fall von Evergrande zu verhindern.
Diese Reformen sollen zwar den Markt stabilisieren und Misswirtschaft vorbeugen, erschweren es Immobilienunternehmen jedoch gleichzeitig, neue Projekte zu starten, was sich negativ auf deren Einnahmen und die Beschäftigung auswirken wird.
Zusammenfassung:
Dramatischer Wandel nach Maduros Sturz: Venezuela hat sich seit der Gefangennahme von Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 erheblich verbessert. Politische Gefangene wurden freigelassen, Proteste werden nicht mehr unterdrückt, und es gibt neues Investoreninteresse unter der De-facto-Führung von Delcy Rodríguez, die den Anweisungen Donald Trumps folgt.
Trumps falsche Einschätzung des Erfolgs: Donald Trump interpretiert den Wandel als abgeschlossenen und perfekten Regimewechsel, was der Artikel als unvollständigen Erfolg und Trugbild bezeichnet.
Anhaltende Herausforderungen für die Demokratie: Der positive Wandel ist begrenzt, da die Demokratie noch nicht vollständig wiederhergestellt ist und etwa 480 politische Gefangene weiterhin in Haft sitzen. Langfristige Stabilität erfordert die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit und freie Wahlen, wobei Oppositionsführerin María Corina Machado eine entscheidende Rolle spielen könnte.
Gefahr des Scheiterns ohne anhaltenden Druck: Der Weg zur Demokratie ist schmal und unsicher; ohne anhaltenden amerikanischen Druck und die Bereitschaft der Venezolaner, gleichzeitig auf die Straße zu gehen und zu verhandeln, könnte der demokratische Prozess gefährdet werden.
Einzigartigkeit des venezolanischen Falls: Venezuelas Regime war aufgrund seiner Korruption und Ideologielosigkeit besonders anfällig für Trumps Vorgehen. Diese Methoden sind nicht ohne Weiteres auf andere Länder wie den Iran oder Kuba übertragbar, die ideologisch gefestigter sind und keine vergleichbar starke politische Opposition aufweisen.
Zusammenfasssung:
Chinas verdeckte maritime Miliz: China verfügt über eine maritime Miliz, die aus einer Mischung aus normalen Fischerbooten und speziell gebauten, stahlummantelten Schiffen besteht. Diese Truppe agiert im Verborgenen, wird aber seit den 1950er Jahren von der Führung kontrolliert und bietet eine plausible Ausrede für „Grauzonen“-Aktivitäten, indem sie aggressive Manöver als Handlungen „patriotischer Fischer“ darstellt.
Zunehmende Aktivität im Ostchinesischen Meer: Die maritime Miliz zeigt eine besorgniserregende Aktivität im Ostchinesischen Meer nördlich von Taiwan. Über 1.000 Schiffe formierten sich dort zu großen Formationen und hielten diese über Stunden, was auf ein Testen ihrer Fähigkeiten hindeutet und die größten Manöver dieser Art in der Region darstellt.
Modernisierung und Subventionen: Seit 2012 investiert China in den Aufbau einer „neuartigen“ Seemiliz, die besser ausgerüstet, ausgebildet und organisiert ist. Boote, die in umstrittenen Gebieten operieren, erhalten erhebliche tägliche Subventionen, um ihre Anwesenheit zu gewährleisten, auch ohne tatsächlich zu fischen.
Strategische Bedeutung für Taiwan: Die Manöver der Miliz werden als Test ihrer Fähigkeiten gesehen, die China in einem möglichen Konflikt um Taiwan einen Vorteil verschaffen könnten. Die Miliz könnte die Marine bei Aufklärungs- und Logistikaufgaben unterstützen, Unterseekabel durchtrennen oder eine Blockade bzw. „Quarantäne“ der Insel unterstützen.
Einzigartige politische Kontrolle: Die Fähigkeit Chinas, so viele Schiffe über lange Zeiträume hinweg zu koordinieren und an einem Ort zu halten, demonstriert ein Maß an politischer Kontrolle über seine zivile Flotte, das weltweit einzigartig ist.
Zusammenfassung:
US-Geheimdienstprognose: Die amerikanische Geheimdienstgemeinschaft erwartet derzeit keine chinesische Invasion Taiwans bis 2027. Die bisherige Warnung für 2027 bezog sich eher auf die Entwicklung militärischer Fähigkeiten als auf einen tatsächlichen Angriffsplan.
Auswirkungen des Iran-Krieges: Der Krieg im Nahen Osten erhöht das mittelfristige Risiko eines chinesischen Vorgehens gegen Taiwan, da er militärische Ressourcen der USA bindet und deren Einsatzbereitschaft mindert, was China als günstiges Zeitfenster sehen könnte.
Kritisches Zeitfenster nach 2028: Die Zeit nach 2028 wird als besonders besorgniserregend angesehen. Sie umfasst die Präsidentschaftswahlen in den USA und Taiwan sowie das voraussichtliche Ende von Xi Jinpings vierter Amtszeit, in der er möglicherweise ungeduldig auf Fortschritte in der Taiwan-Frage wartet und eine neue Militärführung etabliert sein dürfte.
Chinas strategisches Kalkül: China profitiert von Geduld, da die Volksbefreiungsarmee ihre Invasionsfähigkeiten noch perfektionieren muss, insbesondere amphibische Landungen. Gleichzeitig beobachtet China den Munitionsverbrauch und die militärische Umstrukturierung der USA sowie Taiwans eigene Verteidigungsanstrengungen, da sich sein "strategisches Zeitfenster" schließen könnte.
Politische Einflussfaktoren: Die Ergebnisse der taiwanesischen Präsidentschaftswahlen 2028 (DPP vs. KMT) und die US-Wahlen könnten Chinas Strategie beeinflussen. Ein längerer Iran-Krieg oder ein instabiler Frieden würde Xi Jinping Flexibilität verschaffen und könnte ihn dazu bewegen, früher anzugreifen, während US-Ressourcen noch gebunden sind.
What to expect from central banking’s big get-together
Archie Hall Acting economics editor There are at least two Jackson Holes, maybe three or four. To Wyomingites, and the billionaires who own ranches there, Jackson is a mountain town, complete with gorgeous views and eye-popping real estate to match. To economists, Jackson Hole really is something else entirely: the Federal Reserve Bank of Kansas City’s annual late-summer get-together, which just happens to take place among those mountains. The lore of the Federal Reserve has it that the venue was first chosen in order to entice Paul Volcker, then the Fed’s chairman and an avid fly-fisher, to attend. The rivers nearby are chock-full of trout.
Outwardly, the event is an informal academic conference. Working papers are circulated in advance. This year’s theme is worthy, if rather dry: “Financial Innovation: Implications for Payments and Policy”. That’s not quite enough to set even geeky hearts racing. Nor is it really what draws a who’s who of central bankers and the world’s financial press. Nor is it the “organised fun” around the conference, though I am looking forward to trying to spot some bald eagles with macroeconomists.
I probably shouldn’t speak too assuredly, since this is my first Jackson Hole and I’m writing this newsletter on the flight over. But my sense, as someone who’s watched plenty of Jackson Holes from afar, is that what really makes the event matter is the opportunity it offers for central banking to look at itself, take stock and potentially reset. Speeches made at Jackson Hole by Jerome Powell, the Fed’s chair until May, were often market-moving events. He received a standing ovation at his valedictory speech last year, soon after Donald Trump tried to sack Lisa Cook, a Fed governor.
Now Kevin Warsh, Mr Powell’s successor, has a bit of a clean-up job to do. Since taking charge, he has sent markets into a tizzy with a tight-lipped and at times contradictory communication style (see chart). And Mr Warsh’s counterpart at the Treasury, Scott Bessent, has spent the past fortnight making his job even more difficult. Mr Bessent shocked markets last week by announcing plans to increase buy-backs of long-dated Treasury bonds in a bid to lower yields. That sort of overt market interference is a no-no at the best of times, and especially remarkable just ten weeks out from the midterm elections. (I’ve written a leader and a supporting article laying that all in more detail.) It puts Mr Warsh, who has made a career decrying central banks for intervening too much in bond markets, in a tough spot.
How Mr Warsh handles the moment, and whether he manages to talk sceptics back on side, could define his early tenure. At his most recent press conference, he said he wanted to use his Jackson Hole speech to “frame the big questions”. Take a look at The Economist’s website tomorrow, or listen to next week’s Money Talks podcast, for our view on how well he manages to do so.
Zusammenfassung:
Russland schwächt seine Währung, den Rubel, absichtlich ab, indem das Finanzministerium die täglichen Käufe von Devisen und Gold erhöht.
Der Hauptgrund für diese Maßnahme ist, dass ein starker Rubel den Bundeshaushalt belastet, da die in Dollar generierten Einnahmen aus Öl- und Gasexporten in Rubel geringer ausfallen als erwartet.
Trotz höherer Ölpreise lagen die Öl- und Gaseinnahmen im ersten Halbjahr 23 % unter dem Vorjahreswert, was zu einem Defizit von 5,7 Billionen Rubel (2,5 % des jährlichen BIP) führte.
Neben der Währungsschwächung sucht die Regierung nach alternativen Finanzierungsquellen, wie der Erhöhung der Kreditaufnahme und "freiwilligen" Beiträgen von Geschäftsleuten zur Finanzierung des Bundeshaushalts und des Krieges.
Obwohl ein schwächerer Rubel kurzfristig den Haushalt entlasten kann, birgt er langfristige Nachteile wie höhere Inflation (bereits bei 6 % im Juni), teurere Importe und sinkende Realeinkommen der Haushalte.
